October 16th, 2008 by Jan
Die französische Regierung will auch nach der 1. Lesung des Telecom-Pakets im EU-Parlament an seinem umstrittenen Modell der “abgestuften Antwort” auf Urheberrechtsverletzungen im Internet festhalten. Die Volksvertreter hatten sich Mitte September in einem Änderungsantrag für die sogenannte Rahmenrichtlinie für den Telekommunikationssektor dafür ausgesprochen, dass ohne Einschalten der Justiz keine Eingriffe in die Grundrechte der Nutzer erfolgen dürfen.
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October 16th, 2008 by Jan
Die US-Musikindustrie will die Neuauflage ihres zunächst gewonnenen Filesharing-Prozesses gegen die US-Amerikanerin Jammie Thomas noch verhindern. In dem ersten Schwurgerichtsverfahren wegen Filesharings war die Beklagte von einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Minnesota zunächst zu einer Strafe von 222.000 US-Dollar verurteilt worden. Später hatte der vorsitzende Richter Michael Davis jedoch einen Verfahrensfehler eingeräumt und die Neuverhandlung angeordnet. Gegen diese Entscheidung will der für die klagenden Labels auftretende Verband der US-Musikindustrie (RIAA) nun in Berufung gehen.
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October 14th, 2008 by Jan
Der Medienkonzern Bertelsmann hat unter der “Traditionsmarke” BMG mit dem Aufbau eines neuen Musikrechtegeschäfts begonnen. Und das kommt so: Das Medienunternehmen hat im Sommer im Zuge des Verkaufs der Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen Sony BMG Music Entertainment an Sony seine Bertelsmann Music Group neu ausgerichtet. Diese konzentriert sich auf das Management von Musikrechten und geht nun als BMG Rights Management neu an den Start. Zum Artikel
October 14th, 2008 by Jan
Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, hat Google vor dem Landgericht Hamburg zwei Urheberrechtsklagen verloren. Die Richter entschieden, dass der Suchanbieter in seiner Bildersuche keine Vorschaubilder von urheberrechtlich geschützten Werken anzeigen darf.
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October 10th, 2008 by Jan
(…) Während Hersteller Disney Interactive für seine Bestseller “Highschool Musical” und “Hannah Montana” eigene Lizenzen verwertet, sind Firmen wie Elec-tronic Arts (”Rock Band”), Blizzard Activision (”Guitar Hero”), THQ (”Battle of the bands”) und dtp (”Music Party”) auf die Musik-Verlage angewiesen. So kauft Sony für seine zig “Sing Star”-Titel stets Lizenzen für aktuelle Hits ein. Im Online-Laden des Playstation-Netzwerks lassen sich die Stücke dann für 1,49 Euro pro Stück herunterladen, wovon ein großer Teil an die Plattenfirmen geht. Sony etwa hat so bereits rund zwei Millionen Digital-Songs verkauft. “Rock Star” und “Guitar Hero: World Tour” erweitern dieses Konzept mit eigenen Download-Angeboten. Bei rund 15 Millionen verkauften “Guitar Hero”-Spielen und 3,5 Millionen “Rock Band”-Besitzern eröffnet sich ein neuer Absatz-Markt für die dauerkriselnde Musik-Industrie.
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October 4th, 2008 by Jan
Mehr Kontrolle über das Geschäft mit ihrer Musik – die «Featured Artists’ Coalition» will im Internet-Zeitalter den Plattenfirmen die Stirn bieten. Mit dabei sind auch Robbie Williams, Iron Maiden, The Verve und Radiohead.
Plattenfirmen bekommen Gegenwind: Stars der Musikbranche wie Robbie Williams, Radiohead und Kaiser Chiefs haben am Samstag ihren eigenen Interessenverband gegründet. Damit wollen sie mehr Kontrolle über das Musikgeschäft gewinnen. Mehr als 60 Künstler und Bands aus Großbritannien haben sich der Featured Artists’ Coalition angeschlossen, um im digitalen Zeitalter bei Musikkonzernen Druck für bessere Konditionen zu machen.
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October 3rd, 2008 by Jan
Das Copyright Royalty Board (CRB) in Washington hat entschieden, dass Betreiber von Musikdownload-Portalen wie Apple (iTunes) oder RealNetworks (Rhapsody) künftig keine höheren Lizenzgebühren an die Rechteinhaber (Künstler) abführen müssen. Vielmehr bleibt die bisherige Royalty Rate in Höhe von 9,1 US-Cents pro Song auch in den kommenden fünf Jahren bestehen.
Die National Music Publishers’ Association (NMPA) hatte für ihre Mitglieder eine Erhöhung auf 15 Cents pro Song gefordert – worauf Apple damit drohte, sich “sehr wahrscheinlich” aus dem Geschäft zurückziehen zu wollen, weil der iTunes Music Store dann nicht mehr profitabel arbeiten könne. Die Digital Media Association (DiMA) hatte hingegen eine Absenkung auf 4,5 Cents gefordert.
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October 2nd, 2008 by Jan
Auf dem US-Markt sind die Album-Verkäufe nach Zahlen von Nielsen Soundscan weiter zurückgegangen. Es wurden demnach in den ersten neun Monaten diesen Jahres 298 Millionen Einheiten abgesetzt, was einem Rückgang von 11,7 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum entspricht.Zuwächse gab es hingegen bei Downloads von Einzeltiteln. Mit 795,8 Millionen heruntergeladenen Songs ergibt sich ein Plus von 20 Prozent. Aufgrund nachlassender CD-Verkäufe steht bei der Kombination von Album-Verkäufen mit den sogenannten track-equivalent albums ein Minus von 5,3 Prozent. Noch 398,6 Millionen Einheiten wurden verkauft. CD-Verkäufe gingen um 17,1 Prozent auf 249,2 Millionen zurück.
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October 2nd, 2008 by Jan
Der Online-Musikhandel von Apple könnte vor einer wichtigen strategischen Entscheidung stehen. Vorausgesetzt, das Copyright Royalty Board (CRB) in der amerikanischen Hauptstadt Washington fällt am morgigen Donnerstag ein Urteil zu Gunsten der nationalen Vereinigung der Musiker. Diese fordert eine Erhöhung der Tantiemen pro verkauftem iTunes-Song. 15 Cent pro Track sollen es werden. Derzeit kassieren die Urheber 9 Cent. Der iTunes-Boss erwähnte in seiner Reaktion auch bewusst drastische Maßnahmen.
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September 30th, 2008 by Jan
Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie hat angesichts anhaltender Probleme der Musikbranche mit Raubkopierern Änderungen am Copyright gefordert. “Wir brauchen dringend ein zeitgemäßes Copyright”, sagte Gorny der ZEIT. “Wir brauchen ein Bewusstsein für den Wert von Kreativität. Eine Gesellschaft, die mit Kunst so umgeht, wie es momentan der Fall ist, verliert sich, ökonomisch wie inhaltlich. Deshalb wünsche ich mir eine Debatte, die auch vonseiten der Politik auf Augenhöhe geführt wird, damit wir nicht immer fünf Jahre hinter der technologischen Entwicklung herhinken. Das, was wir im Musikbereich gerade erleben, ist ja längst dabei, auf andere Sparten überzugreifen, das Kino, den Buchmarkt, den Printbereich.”